Thursday, August 17, 2006

Security-Update für Chaguaramas, Trinidad, W.I. -- Do., 17. August 2006

Security-Update für Chaguaramas, Trinidad, W.I. -- Do., 17. August 2006

Mitten in der Nacht, vielleicht so zwischen 2:30 und 3:30 Uhr, ging ein aus dem beim Cruise Inn liegenden Fischerdorf kommendes Aluminium-Dinghy oder eine Aluminium-Piroge bei einem Norweger längsseits, der nur ein paar Boote weiter von uns vor Anker lag.  Die Norweger saßen noch im Cockpit und schnackten und zunächst fragten die Fischer nur nach Zigaretten.  Nach einiger Zeit allerdings sprangen sie an Bord der Yacht, mit Pistole und Macheten bewaffnet, um das Boot in aller Ruhe auszurauben.  Sie haben sich dabei 1 1/2 Stunden Zeit gelassen & wirklich alles mitgenommen, was nicht niet- & nagelfest war.  Dann haben sie das Dinghy zerstört, den Außenborder versenkt & sind gen Westen abgehauen. 
 
Die Norweger riefen auf diversen UKW-Kanälen um Hilfe, woraufhin erst einmal gar nichts passierte.  Ein paar Yachties sind hin, aber da war natürlich alles schon gelaufen.  Die Küstenwache fragte lang und breit immer wieder danach, wie man den Namen des Bootes und der Leute buchstabiert usw. usf. und haben erst gegen 5:00 Uhr überhaupt etwas unternommen. 
 
Wir werden also in Zukunft alles von innen verbarrikadieren, mit UHF-Handfunke und Telefon ins Bett kriechen & die VHF-Schiffsfunke die ganze Nacht über laufen lassen.  Sobald irgend etwas verdächtiges passiert, werden wir sofort auf allen Kanälen losfunken & auch die Polizei über den Notruf 999 informieren.  Viel Hilfe versprechen wir uns davon allerdings auch nicht, aber sonst kann man ja nicht viel machen...
 
Viele Gruesse von Aurora Ulani, Liping & Holger Jacobsen  --  S/V DHARMA BUM III  --  YSATT-Muring #2

Tuesday, August 01, 2006

S/V DHARMA BUM III in Chaguaramas, Trinidad, W.I. -- Mo., 24. Juli 2006

S/V DHARMA BUM III  in Chaguaramas, Trinidad, W.I.                                                            Mo., 24. Juli 2006

Nach einer ganzen Reihe von Diebstählen, Einbrüchen & bewaffneten Raubüberfallen fand heute morgen um 10:00 Uhr in "The Bight" bei Peake Yacht Services ein Yachtie-Treffen zum Thema Sicherheit statt.  Das Treffen wurde von Andy auf der TIXI LIXI organisiert und er hatte dazu extra die Yacht Services Association of Trinidad and Tobago (YSATT), die Polizei aus Carenage, sowie einen Vertreter des Tourismusbüros eingeladen. 
 
Es waren so um die 100 Yachties da (beim letzten Treffen dieser Art im März waren vielleicht 10 Leute gekommen), von denen etliche wirklich aufgebracht waren.  Leider waren einige doch etwas vom Boden der Tatsachen entfernt und wollten gleich eine bewaffnete Yachtie-Miliz formen und ähnliche Geschichten.  Andere waren schnell mit Forderungen dabei, welche die Yachthäfen, Ausrüster, die Läden & natürlich die Regierung zu erfüllen hätten.  Alles in allem nicht sonderlich konstruktiv.  Andererseits hat sich weder YSATT noch die Polizei blicken lassen und auch die hiesige Yachtzeitschrift "The Boca" zeigte so gut wie kein Interesse, über diese Geschichten zu berichten.  Natürlicherweise. 
 
Am Ende hat sich eine Gruppe zusammengefunden, die eine Yachtie-Dinghywatch organisieren wollen, wir alle haben eine Petition unterschrieben & außerdem beschlossen Organisationen wie Trans-Ocean, die Seven Seas Cruising Association und Seglerzeitschriften mit Briefen und Artikeln über die Lage in Trinidad zu informieren. 
 
Ich selbst habe unseren Außenborder am Cockpittisch festgekettet, das Dinghy sowieso schon am Lampenpfahl und werde ab jetzt auch nur noch TT$ 100 oder 200 (€ 12 - 25) mit mir herumführen, die ich dann auch sofort irgendwelchen Räubern aushändigen werde.  Die Stories, die ich auf dem Treffen gehört habe, waren zum Teil doch ziemlich schockierend, vor allem die von ausgeraubten Trinis.  Einer erzählte, daß er an einer roten Ampel mitten in der Stadt anhielt, woraufhin ein Räuber die Scheibe einschlug und ihm eine Pistole an den Kopf setzte.  Ein anderer war in seinem eigenen Haus überfallen  und vorne und hinten mit Messerstichen schwer verletzt worden.  Eine Frau um die 70 war zum dritten Mal in einem Maxi-Taxi überfallen worden, so daß sie sich jetzt selbst eine Pistole zugelegt hat.  Wenn man dann noch bedenkt, daß in der relativ kleinen Hauptstadt Port of Spain im Durchschnitt jeden Tag 1,7 Menschen ermordet werden, dann kommt man doch langsam zu dem Schluß, daß in Trinidad & Tobago etwas ganz und gar verfault ist.  Viele Yachties werden nun wohl ganz im Yachtie-Ghetto bleiben & in Zukunft gar nicht mehr nach Trinidad kommen.  Und ihre Freunde und Bekannten auch nicht.  Wir selbst werden auf keinen Fall hierher zurückkommen. 
 
So wird DANCES WITH DRAGONS demnächst zurück nach Nova Scotia segeln und auch wir fahren weiter nach Venezuela so bald unsere Stbd-Maschine wieder fit & der Schaden von dem Unfall am 30. Mai 2006 mit LA BALEINE wieder behoben ist.  (Auch bei dieser Geschichte waren Polizei, Küstenwache, Hafenmeister, YSATT & die Trinidad and Tobago Sailing Association (TTSA) nicht sonderlich hilfreich.  Wir haben bis jetzt keine Entschädigung in irgendeiner Weise erhalten obwohl ich sofort nachdem wir gerammt worden waren überall Bericht erstattet hatte.)
 
Vielleicht geht es ja von der Pfanne ins Feuer, aber vielleicht wird es eben auch langsam besser.  Zumindest bei unseren Freunden auf den Marquesas, Tuamotus, Tahiti und in Tonga wissen wir dann ja, daß wir wieder auf sicherem Boden sind. 
 
Weltumseglerin Diana von der ZEPHYRUS war bei dem Überfall mit im Maxi-Taxi gewesen, so daß wir die Chance hatten alles aus erster Hand zu hören statt sich auf Gerüchte verlassen zu müssen.  So ganz nebenbei erfuhren wir dann, daß die Einwanderungsbehörde die ZEPHYRUS trotzdem aus dem Land schmeißt, obwohl die Polizei die Zusammenarbeit mit ihnen wünscht.   
 
Dianas Mann Harold meinte:  Die einzige Sprache, welche die Jungs hier verstehen ist Geld und erst wenn die Lage extreme Profiteinbussen verursachte, so würde tatsächlich etwas geschehen.  Harold hatte einen kurzfristigen Boykott aller Läden vorgeschlagen, um wenigstens deren Aufmerksamkeit zu erlangen.  Er bekam viel Beifall, aber andererseits ist ja das ganze Land so extrem unsicher und korrupt, daß die paar Millionen Einnahmen durch die Yachten auch keine sonderlich große Rolle spielen werden. 
 
Viele Grüsse aus der Venus-Fliegenfalle, äh, der Trini-Bootsfalle
die drei Dharma Bums Aurora Ulani, Liping & Holger Jacobsen
 

Wednesday, July 26, 2006

Nach einer ganzen Reihe von Diebstählen, Einbrüchen & bewaffneten Raubüberfallen fand heute morgen um 10:00 Uhr in "The Bight" bei Peake Yacht Services ein Yachtie-Treffen zum Thema Sicherheit statt. Das Treffen wurde von Andy auf der TIXI LIXI organisiert und er hatte dazu extra die Yacht Services Association of Trinidad and Tobago (YSATT), die Polizei aus Carenage, sowie einen Vertreter des Tourismusbüros eingeladen.

Es waren so um die 100 Yachties da (beim letzten Treffen dieser Art im März waren vielleicht 10 Leute gekommen), von denen etliche wirklich aufgebracht waren. Leider waren einige doch etwas vom Boden der Tatsachen entfernt und wollten gleich eine bewaffnete Yachtie-Miliz formen und ähnliche Geschichten. Andere waren schnell mit Forderungen dabei, welche die Yachthäfen, Ausrüster, die Läden & natürlich die Regierung zu erfüllen hätten. Alles in allem nicht sonderlich konstruktiv. Andererseits hat sich weder YSATT noch die Polizei blicken lassen und auch die hiesige Yachtzeitschrift "The Boca" zeigte so gut wie kein Interesse, über diese Geschichten zu berichten. Natürlicherweise.

Am Ende hat sich eine Gruppe zusammengefunden, die eine Yachtie-Dinghywatch organisieren wollen, wir alle haben eine Petition unterschrieben & außerdem beschlossen Organisationen wie Trans-Ocean, die Seven Seas Cruising Association und Seglerzeitschriften mit Briefen und Artikeln über die Lage in Trinidad zu informieren.

Ich selbst habe unseren Außenborder am Cockpittisch festgekettet, das Dinghy sowieso schon am Lampenpfahl und werde ab jetzt auch nur noch TT$ 100 oder 200 (€ 12 - 25) mit mir herumführen, die ich dann auch sofort irgendwelchen Räubern aushändigen werde. Die Stories, die ich auf dem Treffen gehört habe, waren zum Teil doch ziemlich schockierend, vor allem die von ausgeraubten Trinis. Einer erzählte, daß er an einer roten Ampel mitten in der Stadt anhielt, woraufhin ein Räuber die Scheibe einschlug und ihm eine Pistole an den Kopf setzte. Ein anderer war in seinem eigenen Haus überfallen und vorne und hinten mit Messerstichen schwer verletzt worden. Eine Frau um die 70 war zum dritten Mal in einem Maxi-Taxi überfallen worden, so daß sie sich jetzt selbst eine Pistole zugelegt hat. Wenn man dann noch bedenkt, daß in der relativ kleinen Hauptstadt Port of Spain im Durchschnitt jeden Tag 1,7 Menschen ermordet werden, dann kommt man doch langsam zu dem Schluß, daß in Trinidad & Tobago etwas ganz und gar verfault ist. Viele Yachties werden nun wohl ganz im Yachtie-Ghetto bleiben & in Zukunft gar nicht mehr nach Trinidad kommen. Und ihre Freunde und Bekannten auch nicht. Wir selbst werden auf keinen Fall hierher zurückkommen.

So wird DANCES WITH DRAGONS demnächst zurück nach Nova Scotia segeln und auch wir fahren weiter nach Venezuela so bald unsere Stbd-Maschine wieder fit & der Schaden von dem Unfall am 30. Mai 2006 mit LA BALEINE wieder behoben ist. (Auch bei dieser Geschichte waren Polizei, Küstenwache, Hafenmeister, YSATT & die Trinidad and Tobago Sailing Association (TTSA) nicht sonderlich hilfreich. Wir haben bis jetzt keine Entschädigung in irgendeiner Weise erhalten obwohl ich sofort nachdem wir gerammt worden waren überall Bericht erstattet hatte.)

Vielleicht geht es ja von der Pfanne ins Feuer, aber vielleicht wird es eben auch langsam besser. Zumindest bei unseren Freunden auf den Marquesas, Tuamotus, Tahiti und in Tonga wissen wir dann ja, daß wir wieder auf sicherem Boden sind.

Weltumseglerin Diana von der ZEPHYRUS war bei dem Überfall mit im Maxi-Taxi gewesen, so daß wir die Chance hatten alles aus erster Hand zu hören statt sich auf Gerüchte verlassen zu müssen. So ganz nebenbei erfuhren wir dann, daß die Einwanderungsbehörde die ZEPHYRUS trotzdem aus dem Land schmeißt, obwohl die Polizei die Zusammenarbeit mit ihnen wünscht.

Dianas Mann Harold meinte: Die einzige Sprache, welche die Jungs hier verstehen ist Geld und erst wenn die Lage extreme Profiteinbussen verursachte, so würde tatsächlich etwas geschehen. Harold hatte einen kurzfristigen Boykott aller Läden vorgeschlagen, um wenigstens deren Aufmerksamkeit zu erlangen. Er bekam viel Beifall, aber andererseits ist ja das ganze Land so extrem unsicher und korrupt, daß die paar Millionen Einnahmen durch die Yachten auch keine sonderlich große Rolle spielen werden.

Viele Grüsse aus der Venus-Fliegenfalle, äh, der Trini-Bootsfalle

http://www.wownet.net/~holger/ -- http://mail.im.tku.edu.tw/~jacobsen/

Friday, June 02, 2006

Damage!

Trinidad & Tobago Sailing Association                                                 Fr., 2.6.'06
 
Der richtige Streß fing am Dritten Tag (Dienstag abend) hier im TTSA an.  Der Anker hielt zwar prächtig, aber ich hatte die Rechung ohne die Trinis und ihre Wochenendkapitäne gemacht.  Ich war gerade mit Nigel aus Guernsey am Schnacken, als auf einmal John von der MOONSTRUCK ankam, um zu berichten, daß die Freedom 44 Ketsch LA BALEINE unser Boot schwer gerammt hätte.  Tom, ein alter Navy-Kapitän und Weltumsegler auf der JEAN MARIE, hatte die ganze Geschichte mit angesehen & gehört.  Er meinte LA BALEINE hatte das Deck voller Partygäste gehabt und hätte mein Boot schlicht und einfach übersehen.  Sie wären volle Kanne in meinen Backbordbug geknallt, wobei es sich wie ein Zugunglück angehört hätte. 
 
Der Schaden ist dann auch beträchtlich.  Ein Loch im Bug, keilförmige Delamination quer durch die Crash-Schotten (die sind fast einen halben Meter dick!!!) bis in den Innenraum des Bootes.  Bbd-Bugkorb total zerstört, alle Relingsstützen bis auf eine abrasiert, abgebrochen oder aus dem Deck gerissen.  Scheuerleiste eingedrückt und Gelcoat sowie Glasfaserschäden überall.  Das Boot müßte aus dem Wasser, man müßte von innen das Laminat wieder neu aufbauen, dafür müßte der Himmel runter, die Möbel raus usw. usf.  Eine wirklich langwierige, unangenehme und natürlich auch ausgesprochen teuere Geschichte, zumal man während der Zeit im Hotel wohnen muß und so auch garantiert nicht mehr so schnell hier weg kommt. 
 
Den Abend habe ich dann bei der Küstenwache und der Polizei verbracht.  Ich kam erst mitten in der Nacht zurück, wobei ich natürlich auch noch Muffe hatte ausgeraubt zu werden. 
 
Mittwoch früh gingen wir Anker auf, motorten in einer Stunde rüber nach Chaguaramas, um den Mast neu gesetzt zu bekommen.  Dabei gab es Komplikationen, denn das neue Vorstag war zu lang, so daß wir bis Nachmittags dort an der Pier lagen.  Viele Leute, unter anderem auch Peter von First Mate, kamen vorbei, besahen sich den Schaden und mutmaßten über die Kosten.  Die Meinungen gingen von ein paar Hundert Dollar bis zu über 12.000 Dollar weit auseinander. 
 
Hier im TTSA habe ich dann 60 Meter Kette gesteckt, mit dem Rückwärtsgang den Anker viele Minuten lang eingegraben & bin dann los nach Port of Spain, um dort beim Director of Maritime Services Bericht zu erstatten, wie es mir die Küstenwache aufgetragen hatte. 
 
Wieder hier im TTSA, habe ich meine Frauen zum Pool gebracht.  Schließlich sind wir ja hier, damit Aurora Ulani endlich Schwimmen lernen kann. 
 
Donnerstag habe ich damit angefangen Zeugen für den Unfall zu suchen, und zwar auf den Yachten ZEPHERUS, MOONSTRUCK, und JEAN MARIE.  Letzter war allerdings gerade im Krankenhaus, denn er mußte an der Schulter operiert werden.  Mindestens zwei von den Booten sind Weltumsegler.  Liping ist mit einer von den Frauen in die Stadt gefahren, um einzukaufen, während ich mich darum gekümmert habe Kostenvoranschläge einzuholen.  Das hat leider überhaupt nicht geklappt, denn nicht einer ist hier erschienen, um sich den Schaden auch nur anzusehen.  Auch der Kapitän von LA BALEINE, Sebastien Paddington (Eigner des Bootes ist sein Großvater, der gerade in Miami & außerdem ein berühmter Trini ist) hatte sich nicht wieder bei mir gemeldet.  Noch war einer seiner Leute bei mir erschienen. 
 
Ich habe ihn also angerufen, wobei ich erfuhr, daß sie nicht versichert sind und sein Großvater heute hier erwartet wird.  Ich bin dann erst einmal los, um für Liping ein weiteres billiges Telefon zu kaufen, damit wir jederzeit in Verbindung bleiben können, selbst wenn einer von uns in Port of Spain oder so ist.  Diese Geschichte wird sich nämlich mit ziemlicher Sicherheit über viele Monate hinziehen. 
 
Abends dann wieder im Pool, aber Aurora hat doch ziemliche Angst, muß ich sagen.  Trotzdem amüsiert sie sich hier ganz mächtig, denn es gibt einen Kinderspielplatz und reichlich andere Yachtie-Kinder, so wie Daniel & Lisa aus England, Yesley aus Surinam usw. usf.  Eigentlich wollten wir zeitig zurück an Bord, bevor der Wind auffrischte, aber da eröffnete uns Nigel, daß es sein Geburtstag wäre (geb. 1.6.1960) und wir zusammen im Restaurant speisen sollten.  Das haben wir auch getan, aber es war ein ausgesprochen teurer Abend.  Seine Frau Elaine ist 1 1/2 Jahre jünger als Liping. 
 
Heute habe ich mit Tom von JEAN MARIE gesprochen.  Als er nicht mehr als Kapitän gearbeitet hat, machte er eine Marine Consulting Firma auf & hat auf diesem Gebiet einschlägige Erfahrung.  Er hat mir viele Ratschläge gegeben & wird außerdem als Zeuge dienen.  Seinen ersten Ratschlag habe ich umgehend befolgt und mir den "Naval Architect" angeheuert, den er für den kompetentesten hier hält.  Er wird als Sachverständiger dienen und die Reparaturarbeiten beaufsichtigen wird.  Der Franzose Bastien Pouthier von Associated Marine Design - ich kannte ihn schon durch Jörn & Peter - hat mir aber sofort eröffnet, daß er keineswegs billig ist & diese Geschichte wohl aus meiner Tasche wird kommen müssen.  Mindestens US$400 werde ich da löhnen müssen.  So, jetzt muß ich die Jungs abholen, denn sie wollen sich den Schaden ansehen.
 
~~~~~
 
Gerade eben waren die beiden Yachtgutachter hier - meiner & seiner - um sich den Schaden anzusehen.  Die schlechte Nachricht, und da sind sich die beiden einig, ist daß es sich um einen strukturellen Schaden handelt und wir wohl tatsächlich aus dem Wasser müssen.  Außerdem sind zur Zeit alle Yachtwerften, Experten & Arbeiter voll ausgebucht.  Darüber hinaus fängt die Regenzeit an - und dann kann man hier nicht mehr laminieren.  Folglich wird alles sehr sehr lange dauern.  Die "gute" Nachricht ist, daß man wohl von außen arbeiten kann und Bastien rechnet mit Kosten von um die US$3.000.  Dazu kommen noch die Kosten für ihn selbst.  Eventuell werde ich mich sogar am Haulout (aus dem Wasser holen des Bootes) beteiligen müssen, nämlich dann wenn ich irgend eine andere Arbeit am Boot zu der Zeit machen will. 
 
Wie man es auch dreht und wendet, diese Geschichte wird uns noch jede Menge Geld, Zeit & Nerven kosten. 
 
Zur Zeit würde ich tatsächlich lieber irgendwo einer geregelten Arbeit nachgehen, Rosen züchten oder sonst irgend etwas weniger aufregendes und anstrengendes tun.  Die Weltumsegelei macht uns seit November überhaupt keinen Spaß und selbst Weltumsegler Harold (Ami-Militärpilot in Tainan, Taiwan Ende der 60er Jahre) von der ZEPHERUS meinte, daß die Tage der Familienweltumsegler gezählt seien, da wir uns im Wettbewerb mit den Dot.Com Millionären und Segelvereinen befänden, wo viele Leute zusammen ein Boot haben, um damit in einem verlängerten Urlaub immer nur ein Teilstück mitzusegeln.  Für all diese Leute ist Geld kein Problem, sie werden immer häufiger & die Yachtausrüster, Yachthäfen, und Yachtwerften orientieren sich natürlich daran.  Ausnahme sind so Leute wie Nigel, seines Zeichens Schlossermeister, der sich einen Rumpf gekauft hat, ihn in nur drei Jahren von außen fertig hatte und dann samt schwangerer Frau & Sohn Daniel einfach losgesegelt ist.  Genau wie Karl findet er überall Arbeit und braucht sich so gar keine finanziellen Sorgen machen. 
 
Morton Henzell, Budget Marine Rigging & die Elektriker sind hier noch nicht erschienen und bei dem anhaltenden Regen rechne ich auch nicht mehr mit deren Erscheinen diese Woche.  :-(((  Morgen oder übermorgen plane ich wieder das Unterwasserschiff zu säubern, was bei dem Schwell hier bestimmt ein echtes Vergnügen wird.  Selbst das Ein- & Aussteigen aus dem Dinghy ist hier mehr als trickreich.

Thursday, May 25, 2006

Holg & Jörn gehen schwimmen bei Gaspar Grande, Trinidad

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Zwei Monate In Chaguaramas, Trinidad

Zur Zeit sind wir ohne Mast und liegen seit zwei Monaten an einer YSATT-Muring direkt vor Power Boats.  Da vor ein paar Tagen eine dieser Murings zerbröselt ist und das Boot unseres Freundes Mike allein auf Wanderschaft ging, überlegen wir einen Umzug. 
 
So gehen wir wohl nach dem Wochenende zur Trinidad & Tobago Sailing Association (TTSA), wo es auch einen Swimming Pool gibt, wo ich Aurora Ulani endlich das Schwimmen beibringen könnte.  Leider ist der Laden weitab vom Schuß, so daß die Versorgung nicht einfach werden wird.  Außerdem ist die dortige Disco derartig laut, daß im wahrsten Sinne des Wortes die Wände wackeln.  Auch muß man für einen ganzen Monat bezahlen, so daß wir selbst dann dort bleiben müssen, wenn es uns doch nicht gut gefällt. 
 
Wir hoffen Anfang nächster Woche den Mast wieder stehen zu haben & innerhalb eines Monats dürfte dann auch bald das Gestell für die vier großen Solarpanele fertig sein. 
 
Dann müssen wir bald zur Einwanderungsbehörde und irgendwann soll es ja auch noch weiter gehen.  Ich denke nach wie vor, daß wir Venezuela links liegen lassen, um direkt zu den San Blas Inseln und nach Panama weiter zu segeln.  Entschieden haben wir aber noch gar nichts. 

Latitude: 10°40.73'N  Longitude: 061°38.07'W

Friday, May 12, 2006

Music, Music, Music!!!

Ich kann es gar nicht so recht glauben, daß ich erst bis nach Trinidaaad (Drinkin' Rum an' Coca Cola, workin' for the Yankee dollaaar  --  die Army Base war genau hier in Chaguaramas Bay) segeln mußte, um die Dancehall-Reggae Band SEEEDS aus Berlin kennenzulernen...) 
 
Eine ausgezeichnete Internet-Radio-Station & Website in der Richtung ist Scratch: dub, reggae, rocksteady & ska 
 

Wednesday, May 10, 2006

Chaguaramas, Trinidad -- Di., 9.5.'06

Moin,                                                                                                        
 
Gestern haben wir versucht eine Luke abzudichten, den Windgenerator zu justieren und ansonsten wollte ich das Skymate wieder zum Laufen bringen.  War allerdings nicht sehr erfolgreich. 
 
Heute ging es weiter, vor allen Dingen im Maschinenraum.  Am Morgen waren wir im TTSA (Yachtclub), um Karl und Libus (Weltumsegler, welche ich 1989 in Kourou kennengelernt hatte) Fahrräder abzuholen, den Jörn (alter Kumpel der Stahlratte & begeisterter SEEEDS Dancehall-Reggae Fan) hatte gestern den Kindersitz abgeliefert.  Wir sind mit dem Maxi-Taxi (= Kleinbus) dorthin und mit den Fahrrädern wieder zurück.  Leider wollte der Kindersitz auf keinem der beiden Fahrräder so recht passen. 
 
Später habe ich vergeblich versucht Werkzeug zu kaufen, um danach den gebrochenen Justierarm für die Lichtmaschine auszubauen.  Das wurde eine echte Aktion, aber schließlich habe ich es doch noch geschafft.  Peter (Jörns Partner bei First Mate Ltd.  --  wir waren am Wochenende nach der tollen Thai Food Fete bei Jörn zusammen am Strand in Macqueripe Bay) hat das Teil kurz geschweißt, aber das Ding ist dermaßen um, daß ich trotzdem einen neuen brauchen werde.  Nun ist er aber wieder drin und die Maschine läuft gerade. 
 
Ansonsten habe ich den Tag damit verbracht, das Boot von Jack von unserem fernzuhalten, denn er ist ein Langkieler, welcher mehr auf die Strömung reagiert, während wir als Kat mehr auf den Wind ansprechen.  Da hätte es dann öfters fast gekracht. 
 
Seit gestern ist hier überhaupt ein großer Waldbrand, welcher nachts fast wie flüssige Lava aussieht.  So kommt es auch, daß unser Boot voll von schwarzgrauer Asche ist. 
 
Peter war heute da, um sich das geplante Gestell für die Solarzellen anzusehen & bemerkte dabei, daß einer unserer soliden Niro-Davits fast schon abgebrochen ist.  ;-(((  Kommt wohl durch die seitlichen Schaukelbewegungen unseres schweren Caribe-RIB-Dinghies.  Wieder ein Punkt mehr auf der Liste, aber was will man machen?  Jack meinte schon, daß wir wohl für immer und ewig hierbleiben würden, zumal weder Budget Marine Rigging - wir sind immer noch ohne Vorstag oder Rollreff - noch der Mechaniker für uns Zeit haben. 
 
Wird uns aber mit Sicherheit nicht passieren, denn die San Blas Inseln & Panama locken!   
 
Natürlich gäbe es noch viel mehr zu erzählen, aber ich kann ja auch nicht beibleiben, da der Inverter immer viel Strom verbraucht.
 

Thursday, March 02, 2006

Di., 28.2.2006 -- Aurora Ulani 791 Tage alt -- Tag 99 auf Dharma Bum III

Di., 28.2.2006 -- Aurora Ulani 791 Tage alt -- Tag 99 auf Dharma Bum III

Gestern sind wir besonders früh in die Gänge gekommen & ich bin dann auch bald im Maschinenraum verschwunden.  Die Sache wurde richtig interessant, denn keine der beiden Maschinen wollte mehr anspringen.  Elektrik. 
 
Ich habe mit der Starthilfebatterie direkt am Anlasser erst die eine und dann die andere Maschine angeworfen & außerdem hat Joey noch seine eigene Starthilfebatterie geholt, damit auch ja nichts schief geht. 
 
Auf Mikes Anraten rief ich den Mechaniker an, um sicherzustellen, daß er auch um 11:30 Uhr auf der Matte steht.  Den Lift hatte ich ja nur für 60 Minuten, also bis um 12:30 Uhr gebucht.  Der wollte mir dann erzählen, daß wir erst einen Tag später verabredet hätten, hat aber schließlich zugesagt um 11:30 Uhr Zeit zu haben. 
 
Um 10:00 Uhr sind wir hier abgedampft, um 11:15 liefen beiden Maschinen volle Pulle und um 11:30 waren wir vor dem Lift und wurden auch sofort aus dem Wasser gehoben.  Aurora war leicht seekrank geworden, was sich allerdings nur durch Müdigkeit & Apathie bemerkbar machte.  Wir hatten sie dann im Cockpit im Kinderwagen abgelegt, wo sie dann auch gleich eingeschlafen war.  So weit, so gut. 
 
Joey schnackte dann auch gleich mit den Mechanikern, die fast alle alte Bekannte von ihm sind.  Trotzdem meinte der Mechaniker, daß er nun erst einmal Mittag machen müsse.  Es würde auch nur eine halbe Stunde dauern.  Nach einer Stunde, also genau um die Zeit, als mein Boot wieder ins Wasser sollte, fing er dann seine Arbeit an. 
 
Die Soße, die aus dem Getriebe kam, sah tatsächlich mehr wie Milch oder Mayonnaise denn wie Getriebeöl aus.  Beim Einbau des neuen Gehäuses gab es dann auch noch Komplikationen, denn er bekam die Bolzen nicht wieder hinein.  So verzögerte sich alles noch mehr und der Liftmanager war stinksauer.  Nach fast zwei Stunden Arbeit war endlich alles fertig. 
 
Der Liftmanager hat mir fast den doppelten Preis berechnet (US$ 584), und der Mechaniker hat zwei Arbeitsstunden & "Teile" - ich hatte alles selbst mitgebracht - berechnet (US$ 137,80).  Wenn ich das Lager, die anderen Teile, die Luftfracht usw. alles zusammenrechne, so komme ich wieder locker über US$ 1.000, wobei dieses ja nun schon der dritte Versuch ist diese Geschichte in den Griff zu bekommen.  Von der Zeit her schlagen wir uns jetzt schon seit acht Monaten mit diesem Problem herum. 
 
Nach der Rückfahrt - beide Maschinen sprangen bereitwillig an - ging ich dann mit einem unguten Gefühl im Magen in den Maschinenraum, um das Getriebeöl zu checken.  Es war kein Wasser drin!  Da kam natürlich echte Freude auf.  So ganz 100%ig sicher bin ich mir natürlich noch nicht, daß Problem jetzt endgültig in den Griff bekommen zu haben, aber zumindest sieht es so aus als ob es hinhauen könnte.  Wir waren nämlich extra die ganze Zeit mit beiden Motoren unterwegs, was sich auch merkbar auf die Geschwindigkeit auswirkte. 
 
Joey hat rundweg jedwede Bezahlung abgelehnt, aber zumindest durfte ich ihm diverse Biere ausgeben.  Den nächsten Job wird er allerdings über Mike und gegen Bezahlung machen, denn an das Leck traue ich mich nicht heran.  Ich habe Angst mehr kaputt zu machen als zu reparieren. 
 
Mike, Joey & Bill meinten zu der Geschichte mit dem Mechaniker übrigens:  "Willkommen auf den Britischen Jungferninseln!" und "Typisch Tortola!" 
 
Ian kam zurück und wir waren spät abends noch auf GOLDEN SPIRIT, sind aber trotzdem gegen 23:00 Uhr in die Heia gekommen.   Unser Dinghy lag die ganze Nacht über längsseits, da wir es aufgrund der Tide nicht wieder am Dock vorbei zum Heck bekamen.  Jetzt liegt es gerade bei Mike am Dock, denn nachher sollte ich noch Ian wieder rüber zur Fähre bringen.

Saturday, February 18, 2006

Saturday, February 11, 2006

Sa., 11. Februar 2006 - Es geht voran!

Es geht voran! 
 
Nach unserem Segeltrip mit Cam, der ausgesprochen erfolgreich verlief, gingen wir nicht zurück ans Dock, sondern blieben an einer Muring weiter draußen in der Bucht.  Dort war es weitaus angenehmer.  Man konnte über Bord springen wann immer man wollte, brauchte sich nicht um Wind oder Seegang kümmern und hatte seine Ruhe vor dem Touristenstrom, der sich schon seit vielen Jahren über diese Inseln ergießt.  Wenn eines (oder gar mehrere) der großen Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegt, dann wird es echt eng hier. 
 
Leider war die Freude nicht von großer Dauer. Obwohl ich die beiden 40 PS Maschinen zwei Mal am Tag je eine Stunde laufen ließ, ging die Batteriespannung immer weiter in den Keller.  Noch schlimmer war, daß nicht nur die Hausbank (Licht, Kühlschrank, usw.) davon betroffen war, sondern auch die Starterbatterien.  Ob wir's wollten oder nicht, wir mußten zurück ans Dock, um diese Sache zu beheben. 
 
Das Getriebeöl hatte ich schon draußen gewechselt, was sich wider Erwarten als leichter erwies als befürchtet.  Aber auch da soll demnächst eine permanente Lösung gefunden werden. 
 
Am Dock war ich tagelang mit nichts anderem beschäftigt, als mit der Bordelektrik.  Meine Stimmung sank weit unter den Gefrierpunkt und daß ich jeden morgen schweißgebadet aus Angstträumen (Aurora Ulani spielte darin die Hauptrolle) aufwachte, machte die Sache nicht besser.
 
Nach vielen Tagen Drecksarbeit (im wörtlichen Sinne) von Sonnenauf- bis weit nach Sonnenuntergang (Profi-Segler Ian Henderson (Sydney-Hobart Race, Newport-Bermuda Regatta, u.v.a.m.) meinte bei Sonnenuntergang zu mir:  "Du arbeitest aber echt hart, Mann!"  <Grins>) waren nicht nur meine Klamotten, Hände und Fingernägel total ruiniert und verdreckt, sondern auch der Fehler gefunden. 
 
Eigentlich waren es zwei Fehler.  Ein Isolator war falsch angeschlossen und eine wichtige Verbindung war total korrodiert.  Den Schaden zu beheben dauerte dann nur wenige Minuten. 
 
Demnächst geht es dann wieder auf den Slip, um auch die Sache mit dem Saildrive zu bereinigen und langsam möchten wir dann auch hier weg.  Wahrscheinlich segeln wir schnurstracks nach Trinidad, aber es kann auch sein, daß wir erst in Puerto Rico vorbeigucken. 

Saturday, January 14, 2006

Wednesday, January 11, 2006

11. Januar 2006 - Wir Reparieren Uns Um Die Welt ;-)

Wir waren auf dem Slip, haben eine neue Propellerwelle eingebaut gekommen und außer einer neuen Lichtmaschine vor ein paar Monaten haben wir auch noch vor kurzem den Regulator auswechseln lassen. 
 
Als Bettlektüre bin ich inzwischen bei Troubleshooting Marine Diesels von Peter Compton gelandet.
 
Vielleicht sollte ich einfach mal aufhören Pläne zu schmieden...
 
Wie befürchtet habe ich wieder Wasser im Saildrive (Öl sieht milchig-weiß aus, man schmeckt aber noch kein Salz).  Da ich meiner eigenen Meinung nicht so recht über den Weg traute, habe ich Bill Schroer (der seit vielen Jahren professionell Boote hier betreut) gebeten sich die Sache einmal kurz anzusehen und er meinte ich sollte am besten die Maschine überhaupt nicht mehr anschmeißen, selbst wenn kein Gang drin ist.  Somit fallen gleich wieder beide Maschinen aus. 
 
Auch die Sache mit der Lichtmaschine hat nichts gebracht, denn ich komme nach wie vor auf 15,5 Volt, was schlecht für die Batterien ist.  Mit anderen Worten:  Wir sind genau wieder da, wo wir schon vor langer Zeit waren.  Nur halt um etliche tausend Dollar ärmer & ein paar Erfahrungen reicher. 
 
Der Knabe vom Zoll ist gerade nicht auf der Insel, sondern in Cape Cod in den USA, so daß ich auch dort wohl eher mehr als weniger Streß erwarten kann. 
 
Nach dem Einbau der Lichtmaschine war ich gegen Mittag mit Aurora Ulani einmal um die Bucht.  Liping ist gerade wieder dabei Brot zu backen und Mike Fallis von Barecat Charters hat gerade eben mit dem Mechaniker Shiwaz (?) aus Guyana geschnackt, der an meinem Saildrive gearbeitet hat.  Der meinte, daß der äußere Teil stark korrodiert wäre und das Wasser vielleicht dort an den O-Ringen vorbei in das Getriebe eindränge.  Nun will Mike nach Volvo-Penta in Florida eMailen, um zu sehen ob die so ein Teil dort auf Lager haben. 
 
Außer den Kosten gibt es natürlich noch ein paar andere Probleme.  Uns sitzt zum einen der Zoll hier im Nacken (schon seit Oktober 2005!!!), am 14. Februar läuft unser Visum ab & außerdem laufen uns die Jahreszeiten davon.  Was noch mehr nervt ist allerdings die Tatsache, daß wir hier in allen anderen Sachen keinen einzigen Schritt weiterkommen, da hier alles so dermaßen überteuert ist.  Der Pazifik ist so wieder in weite Ferne gerückt. 
 
Ansonsten weht eine angenehm kühlende Brise, der Himmel ist blau mit ein paar kleinen weißen Wölkchen und ich sitze hier barfuß im Wind. 

Friday, December 16, 2005

Dieses Boot sieht eigentlich auch nicht schlecht aus...

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Tuesday, November 29, 2005

Thursday, November 24, 2005

Endlich wieder zurueck auf dem Boot!

Mit etwa 140 kg Gepäck zu fliegen war gar nicht so schlimm wie erwartet. Überraschenderweise machte auch der Zoll keine Schwierigkeiten, obwohl der Zöllner hier auf Tortola uns fragte ob wir denn hierher zögen. Wir waren aber sehr froh das Hotel in New York vorgebucht zu haben.
Die Fähre dauerte Montag dann auch noch eine gute Stunde und so kamen wir erst am späten Nachmittag hier an. Der erste Schocker war, daß wir kein Wasser hatten, denn die Jungs sind in vier Monaten nicht dazu gekommen, die neuen Wassertanks einzubauen. Von der Reparatur am Saildrive ganz zu schweigen und auch sonst ist mehr am Boot zu tun, als selbst ich erwartet hatte. Zu allem Überfluß verabschiedete sich dann auch noch unsere Klimaanlage in der ersten Nacht, so daß ich die letzten zwei Tage damit verbracht habe mit nur etwa vier Stunden Schlaf das halbe Boot auseinanderzunehmen. Der Fehler ist eine defekte submersible 110 Volt Spezialpumpe, die mich wohl über US$ 450 kosten wird. Na dann... :-)))
Ansonsten ist das Wetter schön, aber sehr feucht, was besonders die Mücken zu schätzen wissen. Also brennt inzwischen eine grüne Mückenspirale hier im Boot. Joey hat an seinem eigenen Boot viel zu tun, Mike ist sowieso total überlastet & Taucher-John haben wir noch nicht einmal zu Gesicht bekommen. Folglich sind wir ziemlich auf uns selbst gestellt.
Bis auf das ganz normale Bootsleben & den Jet-Lag geht es uns auf jeden Fall bestens - und da wir ja so lange Zeit haben wie wir wollen, müßten wir den anderen Kram auch irgendwann in den Griff bekommen.
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Heute also feiern die Amis ihr Thanksgiving (deren größter Feiertag im Jahr, so ähnlich wie bei uns Weihnachten).
Gestern habe ich die defekte Pumpe ausgewechselt, was vor allem wegen der speziellen Unterwasser-Verbindungen nicht so einfach war. Mit 110 Volt auf dem Boot sollte man ja nicht spaßen. Nach etlichen Stunden habe ich es allerdings doch geschafft und so läuft die Klimaanlage inzwischen wieder, wenn ich mir auch einbilde, daß sie nicht mehr so gut kühlt wie früher. Liegt aber bestimmt daran, daß die Sonne voll aufs Deck knallte.
Den Rest des Tages habe ich dann nicht mehr viel geschafft. Joey meint inzwischen, daß es wohl mindestens ein Jahr dauern wird, bis DHARMA BUM III wieder picobello ist. Die Frage ist nun, ob wir die nötigen Reparaturen hier in der Karibik oder aber unterwegs erledigen wollen. Hier kommt man einfacher an alles ran, aber die Kosten sind in jeder Hinsicht astronomisch. Auch kann ich nicht sagen, daß mir das Liegen in einem Yachthafen sonderlich behagt, obwohl es zweifelsohne die bequemste Art des Yachtielebens ist. Die Leute sind einfach anders drauf als die vor Anker liegenden Reisenden mit Zielen weit hinter dem Horizont. Außerdem versucht sich das Nebenboot immer an unserer Seite zu reiben, ganz egal was ich mit den Fendern anstelle. Bräuchte sowieso mindestens doppelt so viele von diesen Dingern.
Bis jetzt ist nicht eine einzige unserer sieben großen Kisten hier eingetrudelt & auch die georderten - und teilweise schon bezahlen - Ersatzteile sind spurlos verschwunden. Gestern abend sind wir schon um 21:30 Uhr todmüde in die Heia gekrochen, aber dafür sind wir auch schon um 5:00 Uhr wieder hoch. Inzwischen ist es nach 8:00 Uhr morgens und draußen hat es angefangen zu regnen, zum ersten Mal seit wir hier sind.
Gegen 8:30 Uhr kann ich dann losgehen & ein frisches Vollkorn-Baguette aus dem Laden holen, was wir dann mit Brie, Salami und ähnlichen Köstlichkeiten zum Frühstück verspeisen werden. Dazu gibt es einen leckeren Eiskaffee, leider aber nur mit fettarmer Milch, denn die andere gibt es anscheinend gerade nicht.

Sunday, October 09, 2005

Der rote Punkt ist DHARMA BUM III :-)))

Die derzeitige Position von DHARMA BUM III:
 
 
(GPS-Empfänger --> Computer --> eMail --> Radio-Modem --> Kurzwellenradio --> YOTREPS-Server --> Weltkarte im Browser)
 
Kann man also immer sehen, wo wir gerade rumsegeln.  :-))
 
 

Saturday, July 30, 2005

Aurora Ulani & Liping fangen an sich an Ihr neues Zuhause zu gewoehnen

Die ersten Wochen auf der DHARMA BUM III

Die ersten Wochen auf der DHARMA BUM III
 
Am 25. Juni flog ich los nach Tortola (Britische Jungerferninseln) und am 27. unterschrieb ich den Kaufvertrag fuer mein neues Boot DHARMA BUM III, einem Privilege 39 Katamaran.  Mit dem vorherigen Eigner ging es auf einen kurzen Segeltrip, bei dem ich mich mit dem Boot vertraut machen wollte.  Viel wurde daraus allerdings nicht, denn kaum waren wir unterwegs, zogen auch schon schwarze Wolken am Himmel auf und die Huegel der Insel verschwanden hinter weissen Regenschwaden.  Wir sahen zu, dass wir schleunigst wieder in den Yachthafen bei Sopers Hole kamen.  Immerhin konnten wir eine grosse Seeschildkroete beobachten.
 
Die naechste Woche verging mit vielen Trips nach Road Town, denn ich wollte etliches am Boot machen lassen.  Da die Taxipreise einfach zu absurd waren - US$110 vom Flugplatz zum Yachthafen, eine halbstuendige Autofahrt - habe ich mich einzig und allein par Anhalter fortbewegt.  Das klappte allerdings vorzueglich, denn meist hielt das erste Auto und oft ergaben sich sehr interessante Gespraeche. 
 
Leider musste ich feststellen, dass die horrenden Preise nicht nur fuer die Taxis galten (neues stehendes Gut US$13.520) und so beschloss ich, die groessten Reparaturen auf einer preisguenstigeren Insel ausfuehren zu lassen.  So waren die beiden 40 PS Volvo Dieselmotoren 1999 auch auf einer anderen Insel (St. Maarten) eingebaut worden. 
 
Auch sonst gab es ein paar Ueberraschungen.  Ein Bareboat ist anscheinend bare, denn es gab weder einen Eimer, Segelsaecke, noch sonst irgend etwas an Bord.  Immerhin genau zwei Segel, naemlich das Gross und die Rollgenua.  Reicht ja eigentlich auch fuer den Anfang. 
 
Eines wunderschoenen Tages arbeitet ich gerade in den Tiefen eines Maschinenraums, als ein grosser Ruck durch mein Boot ging.  Es war die "Virgin Dancer" von den "Virgin Traders", einer Flotte riesiger Motorboote fuer den Charterbetrieb.  Er rammte mich, stinkendes Fieberglas flog in alle moeglichen Richtungen und anschliessend rauschte der Kaeptn noch in zwei weitere Boote hinein.  Es erinnerte mich an einen aehnlichen Zwischenfall 1994 im San Diego Yachtclub.  Es gab weder eine Entschuldigung noch sonst irgend etwas. 
 
Inzwischen waren auch meine Frau Liping & mein kleines Toechterlein Aurora Ulani angekommen und hatten die Chance sich an Ihr neues Zuhause zu gewoehnen.  Mit einem Alter von nur 1 1/2 Jahren war Aurora eindeutig im Vorteil.  Im Nullkommanichts hatte sie herausgefunden, wie man die steilen Stufen in die beiden Ruempfe hinauf- und hinunternavigierte.   Ich dachte schon, dass alles besser gehen wuerde als erwartet, als meine Suesse die elektrische Schalttafel entdeckte und promt alle Schalter umlegte, derer sie habhaft werden konnte.  Da gab es also fuer Papa und Mama noch allerlei zu lernen. 
 
Was ihr auch prima gefiel, waren die vielen Tarpon, Mahi Mahi und anderen Fische direkt am Boot.  Als ein paar Delphine vorbeigeschwommen kamen, wurden sie allerdings kurzerhand als "Hunde" tituliert.
 
Urspruenglich hatten wir ja vorgehabt, auch ein wenig herumzusegeln.  Daraus wurde allerdings nichts, denn bei dem einen Motor fiel die Lichtmaschine aus und bei dem anderen kam Wasser in das Getriebe des Saildrives und sorgte so dort fuer "Mayonnaise".  So it goes....
 
Immerhin hatten diese unangenehmen Zwischenfaelle zur Folge, dass wir uns mit einigen Leuten gut anfreundeten.  Mike & John fingen ein paar wirklich spektakulaere Hummer, welche von Joey & Nancy fachgerecht zubereitet wurden.  Allein die Beine reichten fuer sechs Erwachsene und unseren kleinen Wicht.  Es waren ohne Zweifel die besten Lobster, welche wir je genossen haben.  Dann war da noch Jean-Pieere, der genau wie John ueberall in Franzoesisch Polynesien herumgesegelt war.  Und Brian, der mit seinem winzigen Wharram kat aus Suedafrika heruebergekommen war. 
 
Nur allzuschnell war unsere Zeit in den BVI abgelaufen.  Nur wartet DHARMA BUM III auf uns, um am Ende der Hurrikan-Saison nach Trinidad gesegelt zu werden.  Dort wird repariert, was das Zeug haelt und anschliessend geht es weiter in Richtung Panamakanal, den wir bis Ende Maerz passiert haben muessen.  Sonst haut das mit den Jahreszeiten in der Suedsee nicht mehr so richtig hin. 

Thursday, June 23, 2005

eMail / Blogs

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Holger Jacobsen  S.V. DHARMA BUM III