Saturday, May 26, 2012

Auf Wiedersehen Kapstadt! Auf Wiedersehen Südafrika!

Morgen (Sonntag) feiern wir eine kleine Abschiedsparty und wenn das Wetter mitspielt, dann werden wir uns demnächst auf den Weg nach Brasilien machen.  Bald fängt hier ernsthaft der Winter an und die "Wetterfenster" werden seltener, kürzer und unberechenbarer.  Wahrscheinlich werden wir an Sankt Helena vorbeisegeln und direkt nach Salvador de Bahia gehen.  Wird eine ganze Weile dauern, bis wir dort angekommen sind...
 
 
Cheers!
 
Holger, Liping & Aurora Ulani
Catamaran DHARMA BUM III
Hout Bay Marina, Berth No. 90
Cape Town, South Africa
34°03.02'S 018°20.85'E
Phone 1: +27719749347 Holger
Phone 2: +27719284443 Liping

Sunday, April 29, 2012

Winter kommt nach Kapstadt

Sonntag, der 29. April 2012
 
 
Inzwischen ist es recht leer geworden hier im Yachthafen von Hout Bay.  Das ist kein Wunder, denn jetzt naht mit großen Schritten der Winter – und draußen lauert der südliche Ozean mit einem Sturmtief nach dem anderen und bis zu 17 Meter hohen Wellen gleich hier draußen vor der Bucht.  Fast alle Boote sind inzwischen über St. Helena in Richtung Brasilien oder die Karibik davongesegelt und die meisten anderen Leute sind in einen Flieger gestiegen, um für ein halbes Jahr oder so ihre Familien im Heimatland zu besuchen.  Das hatten wir eigentlich auch vor, aber es klappte leider aus verschiedenen Gründen nicht.  Hier liegen nur noch SALSA und MERLIN, die sich ebenfalls auf den Weg machen wollen. 
 
Es war nicht das einzige was nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten.  Der Mechaniker Charles ließ uns sieben Wochen lang warten, bevor er uns eröffnete, dass er gar keine Zeit für uns hat.  Das ist schlecht, denn nun können wir den Saildrive hier nicht mehr reparieren und müssen mit nur einer funktionsfähigen Maschine rüber nach Brasilien.  Was allerdings über Erwarten gut lief, war Segelmacher Steve Meek von North Sails.  Wir bekamen ein neues voll durchgelattetes Großsegel (52 m²) und haben alle anderen Segel und die LazyJacks / StackPack von ihm reparieren lassen.  Hochziehen konnten wir das alles allerdings noch nicht, denn hier gibt es andauernd Starkwind oder Sturm.  Jetzt, wo ich dieses hier schreibe, bläst es auch schon wieder mit bis zu 10 Windstärken.  Wir mussten etwas über € 1.400 für alles zusammen bezahlen, was unserer Meinung nach billiger ist als Lee Sails in Hong Kong.  Steve hat das beste Tuch von North Sails aus New York verwendet und wenn die Jungs keinen Mist gebaut haben, so sind wir mit dieser Geschichte zufrieden. 
 
 
Seit über zwei Monaten (!!!) warten wir übrigens auf unsere Visumsverlängerung vom Department of Home Affairs (DHA).  Wir haben jeder zwei Textnachrichten/SMS erhalten, dass wir das Teil abholen können, aber jedes Mal nachdem wir dort etwa drei Stunden gewartet hatten, bekamen wir zu hören, dass es noch nicht da wäre.  Außerdem sind die Offiziellen dort ausgesprochen unhöflich – und inkompetent.  Der Yachthafen hier ist zwar im Sommer sehr starken Winden – wir hatten bis zu 70 Knoten, also Orkan – ausgesetzt, aber im Winter ist er wesentlich geschützter als der Yachthafen in Simonstown.  Zusätzlich ist er noch um vieles billiger als die anderen Marinas in dieser Gegend.  Es gefällt uns gut hier und wir haben uns mit einigen Dauerliegern angefreundet. 
 
Wunderbar war auch, dass der Taiwan-"Konsul" George (es bestehen keine diplomatischen Beziehungen zwischen Südafrika und Taiwan) von Kapstadt ein Kumpel von Bruce Linghu ist, den wir in Majuro auf den Marschallinseln kennen und schätzen gelernt hatten.  George ist inzwischen ebenfalls ein guter Freund geworden.  Gestern haben wir ihn, den Vizekonsul Jack, dessen Frau, Sekretärin Grace und Fischereibeauftragten Joshua anlässlich Lipings 42. Geburtstag zu uns an Bord eingeladen.  Andere Leute haben wir nicht eingeladen, denn wenn die Unterhaltung nur auf Chinesisch ist, dann ist es für sie langweilig.  Wie fast immer, wenn wir Gäste an Bord haben, gab es schlechtes Wetter.  Das machte aber nichts, denn wir hatten so etwas schon geahnt und uns darauf eingestellt.  So saßen wir denn mit acht Mann hoch um unseren Tisch im "Wohnzimmer", haben viel geschnackt und gefuttert, wie es halt bei den Chinesen üblich ist.  Nicht so ganz üblich war allerdings die Speisekarte, denn es gab Eisbein mit Sauerkraut, diverse Salate, Rosmarinhühnchen auf italienische Art, frisches deutsches Bauernbrot und als Abschluss eine große Geburtstagstorte.  Getrunken haben wir hauptsächlich Bier und zwar sehr viele verschiedene Sorten, wobei die meisten aus Belgien oder Deutschland kamen.  Da stört dann auch kein schlechtes Wetter! 
 
 
Nach etwa fünf Stunden sind die Gäste wieder gegangen und ich durfte erst einmal die Maschine anschmeißen, denn mit der Stromversorgung hapert es hier ein wenig.  Die Spannung fällt oft merkbar ab und öfters bricht sie auch ganz zusammen.  So etwas mögen die Batterieladegeräte nicht, so dass sie schon auf drei Booten an unserem Schlengel (heißt das wirklich so?) das Zeitliche gesegnet haben.  Leider gehörte meines auch dazu.  Bei einem Freund von uns hat es zusätzlich drei Batterien zerhauen, was natürlich teuer wird.  Sein Ladegerät (Made in Germany) hat allerdings auch gleich 1.000 Teuronen gekostet. 
 
Liping wird demnächst einen neuen Taiwan-Pass beantragen, was hier nur etwa drei Wochen dauert.  Dann wird es allerdings allerhöchstens Zeit, dass wir hier verschwinden.  Unser Nachbar Doug, Kapitän und Fischer hier aus der Gegend, meinte dass ER nicht im Juni über den Südatlantik fahren würde.  Wenn wir denn unbedingt weg wollen, dann sollen wir an der Küste entlang nach Norden fahren und zwar so lange bis die Stürme des Südatlantiks endgültig hinter uns liegen.  So hatten wir das uns auch gedacht, aber es bedeutet, dass es lange Zeit sehr kalt und vor allem neblig sein wird, da wir ja immer im eiskalten Benguela Strom bleiben, der aus der Antarktis hochkommt. 
 
Bei einem kleinen Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung konnten wir die wundersamen Klippschliefer beobachten, die zwar aussehen wie Nagetiere, aber weitaus näher mit Elefanten und Seekühen verwandt sind.  Sie haben derartig viele seltsame Eigenschaften, dass es sich durchaus lohnt sie sich bei Wikipedia einmal genauer anzuschauen. 
 
 
Der nächste Bericht wird wohl erst von Brasilien oder der Karibik aus stattfinden, es sei denn das Wetter zwingt mich dazu weiter drinnen zu hocken, wenn es draußen doch so viel zu tun gibt.  Ansonsten kann man immer nachgucken wo wir gerade sind: http://pangolin.co.nz/yotreps/tracker.php?ident=WDC7641 und eMails kann ich auch auf See immer empfangen. 
 
Viele liebe Grüße schicken
 
Holger, Liping & Aurora Ulani
Catamaran DHARMA BUM III
Hout Bay Marina, Berth No. 90
Cape Town, South Africa
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Sunday, March 04, 2012

Drei Monate Südafrika

Samstag, der 3.3.2012
Moin Leute,
 
Es wird wirklich Zeit, dass ich mal wieder etwas schreibe hier.  Bald nachdem wir an Bazaruto in Mosambik vorbei gesegelt  waren, schlug trotz positiver Vorhersage das Wetter um, so dass wir Richtung Maputo steuerten, um eventuell dort Schutz zu suchen.  Hätten wir man machen sollen!   Da die Wettervorhersage allerdings doch wieder günstig wurde und all unsere Freunde auch nach Richards Bay weiter segelten, taten wir es ihnen gleich.  Innerhalb von vielleicht einer Stunde baute sich dann eine etwa vier Meter hohe See auf, in die wir immer wieder hineinkrachten.  So etwas ist immer stressig & führt auch oft zu Bruch. 
 
Aurora Ulani sprach von Drähten & Kabeln und fragte, warum die denn da jetzt an der Want herumbaumelten.  Ich bekam einen gewaltigen Schrecken, als ich bemerkte, dass wir im Begriff waren unseren Mast zu verlieren.  Zwar sicherte ich alles notdürftig ab, aber so richtig segeln konnte ich so natürlich nicht mehr.  Die letzten paar Seemeilen vor Richards Bay herrschte  dann echtes Schietwetter & auch im total überfüllten Hafen hörte der Stress nicht auf.  Ich war ziemlich froh als Max von der SAFINA im Schlauchboot raus kam, uns half und uns erlaubte bei ihm längsseits zu gehen. 
 
Dummerweise klappte mit Reparaturen erst einmal gar nichts, denn ab Anfang Dezember stehen in Südafrika für einen Monat die Räder still.  Weihnachten, Neujahr, Große Sommerferien.  Irgendwann im Januar bekam ich dann meine neue Want mit Norseman-Terminals statt Pressung (eine "Bootseinheit" von etwa € 1.000) und konnte auf ein Wetterfenster warten, um gen Süden zu starten.  Unsere Freunde von der SALSA, LUNA, PARPAR usw. waren da längst schon weg.  Sie hatten eine  problemlose Fahrt nach Kapstadt. 
 
Wir nutzten die  Zwischenzeit, um die großen Naturparks in Afrika zu besuchen und zwar zusammen mit unseren Freunden Michael und Sylvia Herbst von der TANOA.  Es war wirklich beeindruckend!  Schon in der ersten halben Stunde sahen wir alle möglichen Tiere.  Löwen, Giraffen, Nashörner, Kaffernbüffel, Flusspferde, usw. usf.  Von Geparden oder gar Leoparden sahen wir allerdings nichts. 
 
Als wir endlich aus Richards Bay weiter konnten, fing der Stress sofort ernsthaft an.  Erst gab unser Autopilot den Geist auf.  Also Handsteuern.  Dann blieb der Steuerbord-Diesel andauernd stehen.  Wahrscheinlich Luft im System.  In stundenlanger mühseliger Arbeit (immer schön seekrank) wechselte ich den "Linear Drive" aus, aber leider half das auch nichts.  Als wir endlich in Durban ankamen und ich die Drehzahl runter nahm, blieb zu meiner großen "Freude" auch der Backbord-Diesel stehen.  Also mitten im Hafen Anker runter.  Michael und Edmund von der  TANOA kamen vorbei, aber so auf die Schnelle konnten wir nicht entdecken was Sache war. 
 
Ich brauchte gar nicht lange überlegen:  Beide Sachen machten einen Fachmann erforderlich.  Der Dieselmechaniker Jonathan hat dann zwei neue Gummipumpen eingebaut, die das Entlüften wesentlich leichter machen & auch noch einen kaputten Gummischlauch ausgewechselt.  Damit waren beide Motoren wieder einsatzbereit.  Die Diagnose in Sachen Autopilot war allerdings nicht so toll.  Raymarine Kurscomputer Schrott, ein neuer musste her.  Dadurch wurde ich dann wieder runde € 2.700 ärmer.  Eingebaut, angeschlossen, eingestellt und kalibriert habe ich das Teil dann selber. 
 
TANOA war schon einmal fast 300 Seemeilen umsonst gefahren, da sie aufgrund des Wetters umkehren mussten.  Die "Wild Coast" ist  bestimmt kein Platz, um unnötige Risiken einzugehen.  Um so glücklicher waren wir alle über die Tatsache, dass man in diesem Lande in jedem Hafen wieder ein- und ausklarieren muss.  Der Papierkrieg ist enorm.  Irgendwann kamen wir trotzdem los, ich musste vor  dem Hafen unzählige Kreise drehen, um danach Zick-Zack zu fahren, bis der Autopilot sein "Auto Learn" vollendet hatte.  Weiter ging es von Durban nach Port Elisabeth, wo schon wieder schlechtes Wetter kommen sollte.  In den Yachthafen wo die MOMO lag wollten wir allerdings nicht herein.  Statt dessen war geplant draußen vor zu ankern.  Ich schaltete den nagelneuen Autopilot aus - und konnte nicht mehr steuern.  Beide Steuerseile waren gebrochen.  Also nur noch Notpinne und Autopilot.  Obwohl uns die "Port Control" sagte, dass es dort draußen nicht sicher wäre, habe ich mich strikt geweigert ohne vernünftige Steuerung in den Hafen einzulaufen. 
 
Wie schon in Neuseeland verbrachte der arme Edmund Fritz viele Stunden in meinem Maschinenraum und auch Michael Herbst hat uns viel geholfen.  Die  Hafenbehörde erlaubte uns mit dem Schlauchboot in den Hafen einzulaufen.  Zusammen mit MOMO-Gerold (er ist von "Tagedieb und Taugenichts" von Hugo Wehner genau so begeistert wie ich und hat ihn sogar einmal getroffen) und Edmund ging es dann los neue Steuerseile zu kaufen.  Michael & Edmund waren danach bis fast zum Einbruch der Dunkelheit dabei den ganzen Mist einzubauen.  Grund für die Eile war ein sich öffnendes Wetterfenster.  Wir sind noch am selben Abend los und wollten endlich ums Kap.  Bei TANOA hat es auch geklappt, denn sie haben eine größere Segelgarderobe und segeln auch sonst viel schneller als wir total überladene lahme Ente.  Für ihre tatkräftige Hilfe haben wir die beiden dann hier zu einem leckeren Abendessen mit vier Gängen a la Liping eingeladen.  Leider hatte der arme Edmund davon nicht viel, denn er hatte sich ausgerechnet an dem Tag mal wieder den Magen mit einem Essen im Restaurant verdorben. 
 
Ich war schon drauf & dran um das Kap Agulhas zu segeln, als ich im Peri-Peri Wetternetz schon wieder eine Starkwindwarnung bekam.  Wir brauchten den halben Tag, um in die Struisbaai rein zu kreuzen.  Schutz war dort allerdings so gut wie keiner, so dass ich noch am selben Abend wieder Anker auf gegangen bin.  Gegen 20:00 Uhr umrundeten wir das südlichste Kap Afrikas, was gegenüber der allgemeinen Meinung nicht das Kap der Guten Hoffnung, sondern das Kap Agulhas ist.   Die französische Seglerlegende (und mein und Elis großes Vorbild) Bernard Moitessier nannte es "eines der drei großen Kaps".  Der Meinung waren auch die Fischer, die wir in dieser Gegend trafen. 
 
Kaum waren wir um die Ecke rum, da fing es schon wieder an zu blasen.  Also Kursänderung nach Hermanus.  Wieder dauerte es ewig lange, bis wir dort hineingekreuzt waren.  Was allerdings viel schlimmer war:  Alles war voller Felsen & Kelp, der Hafen selbst winzig klein.  Wir haben in der Einfahrt den Anker geworfen, aber es war klar, dass wir dort auf keinen Fall bleiben konnten.  Der Wind frischte immer mehr auf, auf Funk meldete sich niemand & ich machte das Beiboot klar, um an Land zu fragen wo ich mich hinlegen sollte.  Nada.  Es war eine ganz schön haarige Situation.  Auf Funk hörten wir von einer "Gale Warning".  Na Klasse!
 
Auf einmal meldete sich Radio Kapstadt, es folgte ein stundenlanges Palaver, sie riefen die Jungs in Hermanus per Telefon an, aber nichts passierte.  Ich überlegte schon in das schlechte Wetter reinzufahren, statt mein Boot an den Felsen zu verlieren, als plötzlich ein RIB der "Sea Rescue" auftauchte, obwohl ich darum ganz bestimmt nicht gebeten hatte.  Trotzdem war ich ausgesprochen froh, dass sie da waren.  Mit ihren starken Motoren konnten sich mich an eine Muring bringen, denn meine eine Maschine lief zwar, lieferte aber Null Schub.  Wahrscheinlich Kupplung im Eimer. 
 
Den nächsten Tag kachelte es ganz gewaltig und ich war froh an der Muring zu liegen.  Allerdings nicht so ganz, denn deren schwere  Eisenkette war dabei mir mein schönes neu lackiertes Boot zu zersäbeln.  Da der Wind am Tag darauf nachließ, konnte ich mit Hilfe von Profi-Tauchlehrer Boet Scheun aus Namibia (ehemals Deutsch-Südwestafrika) das Boot ein bisschen besser an die Muring legen - nur ballerte jetzt der harte "Muringball" andauernd an meine Bordwand.  Boet ist wie fast alle Leute hier aus der Gegend ausgesprochen freundlich & hilfsbereit.  Als ich ihn nach dem Weg zum Einkaufszentrum fragte, bot er sofort an uns dorthin zu fahren.  Dann gab er mir seine Telefonnummer und sagte, er würde uns mit dem Kleinlaster abholen, wenn wir mit dem Einkaufen fertig wären.  Zum Dank dafür luden wir ihn und seinen Gehilfen Francois abends zu einem "Sundowner" an Bord ein.  Boet ist seiner eigenen Meinung nach kein richtiger "Südwester", denn er trinkt keinen Alkohol.  Dafür spricht er Deutsch, Afrikaans und Englisch. 
 
Von Hermanus aus ging es dann um das Kap der Guten Hoffnung, manchmal auch Kap der Stürme genannt.  Angeblich soll es dort um die 100 Tage im Jahr mit Windstärke 11 oder mehr blasen.  Ab März soll glücklicherweise die angenehme Jahreszeit hier anfangen.  Am Kap dümpelten wir eine ganze Nacht in der Gegend rum, denn wir wollten nicht  bei Dunkelheit in der Houtbaai einlaufen.  Unsere Freunde Kirk von der SALSA und Lars von der LUNA standen dort schon mit dem "Marina Manager" Alan bereit, um uns beim Festmachen zu helfen.  Mit einem Kat, nur einer einsatzbereiten Maschine und Wind ist das oft eine schwierige Angelegenheit.  Es ging aber alles glatt und nun liegen wir hier schon seit über einer Woche.  Tagsüber ist es warm bis heiß, während es abends und nachts empfindlich kalt wird, besonders wenn der Wind aus Süden weht.  Für abgehärtete Norddeutsche bestimmt kein Problem, aber inzwischen gehören wir ja eindeutig zu den Tropenvögeln.  MOMO und DAKOTA liegen ebenfalls hier, während andere Freunde über den Berg rüber in der False Bay im Yachthafen von Simonstown liegen. 
 
Die Segel und das Sailcover sind allesamt bei North Sails und kommende Woche will auch der Dieselmechaniker kommen.  Wir haben eine dreimonatige Verlängerung für unser Visum hier beantragt und planen uns demnächst um Lipings Visum für Brasilien zu kümmern, wozu sie persönlich auf den Konsulat hier erscheinen muss.  Für Trinidad wird es noch nerviger, denn sie darf das Visum nur in ihrem Heimatland beantragen.  Wird also wieder sauteuer und zeitaufwendig, da sie ihren Pass per Eilkurier nach Taiwan schicken muss.  Und natürlich wieder zurück.  Ansonsten ist alles frisch hier und irgendwann müssten auch die Materialien für die 4. Klasse der amerikanischen Calvert School hier auftauchen.  Ende Juni ist sie nämlich voraussichtlich mit der 3. Klasse fertig.  Die Zeit fliegt in der Tat wie ein Pfeil!
 
Gestern Abend waren wir auf einer Fete von diversen Südafrikanern, alle eher Hippiemässig angehaucht.  Ein wunderschönes Haus mit einmaliger Aussicht über False Bay und die Berge hier.  Wir haben eine Menge neue Sachen über dieses Land gelernt, Aurora Ulani hat mit einer schwarzen Katze gespielt und ein Katzenbuch geschenkt bekommen.  Die eine Künstlerin dort erzählte uns, dass sie noch nie so viel von anderen Leuten (Lars? Kirk? Dessen Freundin?) über ein achtjähriges Kind gehört hat wie über unsere Tochter.  Das sie dabei auch sehr anstrengend sein kann, haben die Leute auf der Fete glücklicherweise nicht sehen können, obwohl sie bemerkten, dass unsere Kleine ununterbrochen plappert.  Ist eben ein echtes norddeutsches Plappermaul.  <Grins>
 
Heute Abend hat uns DAKOTA-Peter in ein nobles Fischrestaurant eingeladen, um sich für die vielen Computerjobs zu bedanken.  Ansonsten ist immer genug zu tun, so dass bestimmt keine Langeweile aufkommen wird. 
 
Viele liebe Grüße von den drei Chaoten
Holger, Liping & Aurora Ulani
Catamaran DHARMA BUM III
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South Africa
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Saturday, December 31, 2011

http://picasaweb.google.com/krautholg/Hluhluwe# National Park Pictures

 
Uploaded new pictures from our visit to the Hluhluwe and iMfolozi National Parks on Aurora Ulani's 8th birthday on 30 December 2011. 
 
Neue Bilder von unserem Besuch bei den Hluhluwe und iMfolzoi Nationalparks an Aurora Ulanis 8. Geburtstag am 30. Dezember 2011. 
 
 

Friday, December 23, 2011

Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Fröhliche Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!  Hoffentlich ist alles im Grünen Bereich und  2012 wird ein gutes Jahr werden! : - )
 
DHARMA BUM III liegt jetzt in Richards Bay, Südafrika im Hafen nachdem wir drei Tage vor der Ankunft fast unseren Mast verloren hätten.  Wenn der Wind gegen die extrem starke Strömung hier weht, dann bauen sich sehr schnell hohe und steile Wellen auf.  Aurora Ulani faselte irgend etwas von Kabeln und Drähten, zeigte auf unsere Backbordwant - und mir wäre fast das Herz stehen geblieben.  Das ist jetzt schon das 3. Mal, daß wir damit Streß haben.  In Kiribati brach die Doppelhalsgabel, in Singapur die Pütting und jetzt die Want selbst.  Und all dies nachdem wir das stehende Gut (also all die Drähte, die den Mast hoch und stabil halten) komplett in bei Budget Marine Rigging in Chaguaramas, Trinidad erneuert hatten.  Das war in 2006! 
 
Immerhin sind wir jetzt hier und die Leute überschlagen sich fast vor Nettigkeit und Hilfsbereitschaft.  Außerdem brauchen wir hier an der "Wand" in Tuzi Gazi bei den "International Moorings" nichts zu bezahlen, wobei wir sogar Strom- und Wasseranschluß haben.  Unsere € 52 Waschmaschine aus Thailand läuft auf vollen Touren.  Liping & ich sind genauso am Rotieren.  Wenn alles wieder halbwegs unter Kontrolle ist, wollen wir die riesigen Tierparks besuchen, die unweit von hier liegen.  Dort gibt es Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden, Geparden, Gnus, Warzenschweine und vieles andere mehr zu besichtigen.  Alles in freier Wildbahn natürlich.  Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich sogar den Seniorenrabatt in Anspruch nehmen, nur weiß ich noch nicht ob ich mich nun darüber freuen soll. 
 
Der Törn von Madagaskar bis hierher fing ganz wunderbar an und blieb auch so bis zur Insel Bazaruto in Mosambik.  Danach wurde das Wetter sehr kapriziös und leider der Wetterbericht ebenfalls.  Madagaskar selbst war ein echter Schock, aber da ich in meinem Blog darüber geschrieben habe, will ich mich hier nicht langatmig wiederholen.  Mauritius war cool und wir haben viele neue Freunde gewonnen.  Besonders viel Zeit haben wir mit Elie, Marie-Laure & Jules von der OBERON aus Neukaledonien verbracht.  Leider sind unsere Pläne zu verschieden, denn wir wären gerne weiter zusammen gesegelt. 
 
Was Asien betrifft:  Wir mögen es dort lieber an Land als auf einem Boot.  Wind gibt es so gut wie gar keinen, so daß die meisten Leute ständig unter Maschine unterwegs sind.  Das hasse ich nun wieder aus verschiedenen Gründen.  Ich will schließlich um die Welt segeln und nicht andauernd das laute und stinkende "Röcheleisen" einschalten müssen.  Trotz alledem!  Asien ist nach wie vor unsere Heimat.  Man kann jederzeit zu Spottpreisen in einem Nudelladen oder Restaurant essen, fast alles ist sehr viel billiger als anderswo und man kann alles wirklich Nötige überall kaufen. 
 
Wenn wir mit den unzähligen Reparaturen fertig sind, planen wir uns um das Kap der Stürme zu mogeln, natürlich nur wenn das Wetter es erlaubt.  Von Kapstadt aus soll es dann weiter gehen in Richtung Brasilien (wenn Liping ihr Visum bekommt) und zur Insel Bequia, die zu St. Vincent & the Grenadines in der Karibik gehört.  Dort werden wir unsere Weltumsegelung beendet haben.  DHARMA BUM III wird zum Verkauf angeboten werden, während wir selbst  planen nach Deutschland zu fliegen, um Aurora Ulani (wird am 30.12. acht Jahre alt) dort einzuschulen.  Wenn wir uns nach zwei Jahren nicht eingewöhnt haben, werden wir allerdings unsere Zelte dort abbrechen, um nach Taiwan zurückzukehren. 
 
Wir haben bemerkt, daß trotz unserer besten Bemühungen (Schule dauert meist bis Nachmittags) das Deutsch und das Chinesisch unserer Tochter nicht mit ihrem Englisch mithalten kann.  Das liegt großteils an den ausgezeichneten Lektionsplänen und Materialien der Calvert School. Ein hervorragendes Homeschooling Programm!  Tatsache ist aber auch, daß wir viel mehr mit englischsprachigen Leuten zusammen sind, als mit Deutschen oder Chinesen. 
 
Die Höhepunkte dieses Jahr waren zweierlei.  Zum einen war da der Chagos Archipel.  Schlicht und einfach fabelhaft!  Den zählen wir inzwischen weltweit, einschließlich der Atolle im Pazifik, zu unseren Lieblingsplätzen.  Hoffentlich bleibt es dort so wie es ist!  Für mich persönlich war es höchst erfreulich zu sehen, daß mein Roman "Double Trouble at Sea" endlich bei "Barnes & Nobel" und anderen großen Buchläden zu haben ist.  Hat ganz schön lange gedauert, denn ich hatte ihn 14 Jahre, 3 Monate und 15 Tage vorher begonnen.  Trotzdem plane ich wieder ein Buch, höchstwahrscheinlich einen Roman.  Genügend Material sollte ich inzwischen zusammen haben <Grins>. 
 
So, das reicht nun erst einmal - ich muß wieder an die Arbeit!
 
Tschüß,
 
Holger, Liping & Aurora Ulani
Catamaran DHARMA BUM III
Richards Bay, South Africa
28°47.69'S 032°04.71'E
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Phone 2: +27719284443 Liping
Phone 3: +27748375470 Data/Voice

Tuesday, December 13, 2011

//WL2K Holli121/2011 - Di., 13.12.2011 - 2. Tag in Richards Bay, S=?ISO-8859-1?Q?=FCdafrika - 28=B047.69'S 032=B0?=04.71'E

Dienstag, der 13. Dezember 2011
Moin to Hus,

Genau 24 Tage nach dem Verlassen von Crater Bay, Nosy Be, Madagaskar und nach 16 Tagen auf See sind wir wohlbehalten angekommen.

Inzwischen liegen wir an einem deutschen Segelboot längsseits, welches wiederum an der Betonpier liegt. Wir sind am 12.12. um 10:00 Uhr morgens in Richards Bay, Südafrika angekommen - und warten immer noch auf die Leute von der Einwanderungsbehörde. Seit 28 Stunden.

Die letzten paar Tage wurden etwas haarig. Wir nahmen alle Segel runter, denn wir wollten nicht nachts im Dunklen vor der Einfahrt von Richards Bay stehen. Nur... Auch ohne Segel machten wir noch 6 Knoten!!! Die Strömung ist hier unglaublich stark. Ich haben den Kahn also so hingedreht, daß er möglichst wenig Windwiderstand bietet und so ging es dann.

Dachte ich.

Als ich um 04:50 Uhr aufwachte, merkte ich allerdings, daß wir gerade dabei waren an Richards Bay vorbei zu treiben. Mit einer Maschine langte es nicht wegen der Strömung und außerdem kam die blöde Front schon viele Stunden früher als vorausgesagt. :-( Also den zweiten 40 PS Volvo an - es reichte immer noch nicht. Der Wind hatte 30 Knoten genau von vorne, aber es blieb uns nichts anderes übrig als zu segeln. Da der Bug bei diesem Spiel immer voll in die Seen krachte, kriegte ich jede Minute etliche Salzwasserduschen ab und war bald am Fluchen wie ein Rohrspatz. Immerhin ging es nun mit 2 Knoten in die richtige Richtung. Dann auf einmal rote Bojen und "braunes Wasser" überall, doch auf der Karte war nichts zu sehen.

Den Mann von der "Port Control" konnte ich beim besten Willen nicht verstehen. Später hörte ich, daß die anderen es auch nicht geschafft haben. Wie können die nur jemanden an die Funke setzen, der nicht vernünftig Englisch spricht?!? Das hier ist der größte Hafen in Südafrika und der größte Kohlehafen weltweit! Irgendwann hatte ich die Schnauze voll & habe ihm klipp & klar gesagt, daß ich jetzt sofort einlaufen würde, zumal das Wetter immer schlechter wurde und acht große Schiffe in meiner Nachbarschaft herumfuhren. Seine Antwort: "Permission granted!"

Auch im Hafen selbst war es ungemütlich genug und dazu noch ausgesprochen eng. Ich bin fast eine Stunde herumgekurvt, immer in Sorge, daß ich irgendwo reinkrachen könnte, bis man endlich einen Platz für mich gefunden hatte. Einige Leute sind wirklich unmöglich, denn viele Boote weigerten sich mich längsseits gehen zu lassen (erzählten mir später Kirk & Lars), obwohl wir hier einklarieren *müssen* und alles rammelvoll mit Booten war. Schließlich kam Max von der SAFINA mit dem Schlauchboot zu mir raus, kletterte an Bord und lud mich ein bei ihm längsseits zu gehen. Auf seinem großen Kahn standen schon Kirk, Lars und Co. bereit, um die Leinen anzunehmen. Puh!!!! Um 10:00 Uhr konnte ich die Motoren ausschalten. Bei uns an Deck herrschte ein unglaubliches Tohuwabohu, zumal ich die 125 Meter lange Polypropylen-Trosse (die eigentlich für Schiffe gedacht ist) benutzen mußte, um mich an Land an einem Poller zu belegen. Hier gibt es nämlich einen Sturm nach dem anderen & wenn dann die Leinen brechen ist Feierabend.

Die Aufregung ging an Land allerdings noch weiter, denn ein Boot (GAMBIT) welches nur wenige Stunden hinter uns segelte, riefen über Funk durch, daß der Mann sein Gefühl in einem Bein komplett verloren hatte und auf dem Fußboden lag. Sie wurden von einem Schlepper reingeholt & hier warteten sie schon von der "Sea Rescue". Die Schlepper machen das übrigens umsonst und in den letzten paar Wochen war es schon das 7. Boot, welches sie reinholen mußten!

Abends war Grillen im Yachtclub angesagt, wobei man seinen eigenen Kram mitbringen sollte. Ein anderer alter Einhandsegler mit einem riesigen 80 Fuß Boot hatte extra für unsere Gruppe mit eingekauft und lud uns ein. Wirklich sehr freundlich. Nach einem längeren Fußmarsch kamen wir ziemlich erschossen dort an. Meine beiden Frauen wurden allerdings von VAMP mit einem dicken Mercedes dorthin gefahren. Auf dem Weg sahen wir, daß die Leute hier "im Gefängnis" leben, nämlich hinter dicken und hohen Mauern mit ernstzunehmenden und vielfach starken Elektrozäunen obendrauf. Die Bösewichter laufen frei herum, sind äußerst zahlreich und bei Anbruch der Dunkelheit wird es auf den Strassen lebensgefährlich! So wurde uns jedenfalls erzählt.

Die Leute im Zululand Yachtclub überschlugen sich fast vor Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Aurora Ulani machte sofort neue Freunde, deren Eltern allesamt (sehr schlecht bezahlte) Lehrer waren. Wir selbst trafen GERONIMO, ZEBBEDEE und viele andere alte Bekannte. Die Leute fuhren uns nach Hause, doch der Tag war immer noch nicht zu Ende, obwohl ich mich kaum mehr auf den Beinen halten konnte. Wegen der beschädigten Want hatte ich drei Tage lang immer Angst gehabt den Mast zu verlieren (sprich kaum Schlaf) und außerdem war ich schon um 04:50 aufgestanden. Alle Segler, die sich das Teil angesehen haben meinten daß ich tatsächlich haarscharf daran vorbeigeschrammt war das ganze Rigg mit allem Drum & Dran zu verlieren. Das hätte das Ende unserer Weltumsegelung bedeutet, denn um die US$ 50.000 habe ich nicht mehr rumliegen...

Es gibt noch so viele andere Sachen zu erzählen, aber jetzt muß ich mich erst einmal ein wenig aufs Ohr hauen...

Viele liebe Grüße von
Holger, Liping & Aurora Ulani
Catamaran DHARMA BUM III
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At 12/13/2011 9:45 AM (utc) our position was 28°47.69'S 032°04.71'E

Friday, November 04, 2011

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Holger, Liping & Aurora Ulani
Catamaran DHARMA BUM III
+261334078800 Airtel/Zain
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Crater Bay, Nosy Be, Madagascar
13°24.04'S 048°13.11'E

Saturday, October 22, 2011

Madagaskar - Nicht alles ist im Lot im Paradies - Sonnabend, 22. Oktober 2011

 
Sonnabend, 22. Oktober 2011
 
Nun sind wir schon bald zwei Monate hier in Madagaskar.  Am allerletzten Tag unseres Visums klarierten wir in Mauritius aus und machten uns auf den Weg nach Afrika.  Es war ein angenehmer Törn:  Langsam & ohne größere Katastrophen.  Genau so lieben wir es.  Nach einer Woche auf See sahen wir die Insel Ile Sainte-Marie vor uns und zur gleichen Zeit bemerkten wir eine Gruppe Buckelwale.  Noch nie zuvor hatten wir einen Wal beim Abtauchen beobachten können, wobei er die Fluke aus dem Wasser hebt.  Nun sahen wir es endlich und waren dementsprechend begeistert.  Die See ist wirklich nie langweilig, immer wieder gibt es etwas neues zu sehen und zu erleben.   
 
Kurze Zeit später überholte uns ein kleines rotes Boot unter Maschine, während wir langsam nur unter der Genua herum eierten.  Wir unterhielten uns kurz über UKW Sprechfunk mit dem australischen Geologen Henry von der PARPAR, den wir schon aus Mauritius kannten.  Das Einklarieren verlief in etwa so, wie wir es befürchtet hatten.  Alle Offiziellen wollten entweder Geld, eine Flasche Whisky oder sonst irgend ein Geschenk.  Vor allem der schmierige Zollbeamte fiel unangenehm auf. 
 
Während all dies nicht gerade billig war, so war es doch nicht unser größtes Problem.  Dieses war für die Bank reserviert, denn wir kamen nicht an unser Geld ran.  Schließlich blieb uns nichts anderes übrig, als die VISA Gold Karte einzusetzen, um an der Bank einen Vorschuß abzuholen.  Das ist so ziemlich die teuerste Methode, aber sie hatte sich schon 2006 im Panamakanal bewährt.   
 
Irgendwann bekamen wir dann unsere Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage und kurze Zeit später saßen wir mit unseren Freunden in einer Art Touristenbar, um unsere sichere Überfahrt und Ankunft in Afrika zu feiern.  Die Tage danach waren eher von Arbeit geprägt.  Auf einem Boot gibt es immer etwas zu tun und außerdem mußten wir uns um Lipings Visum für Südafrika kümmern.  Per eMail war das allerdings ein totaler Reinfall.  Als ich nach einigen Tagen bei der Botschaft in Antananarivo anrief, meinten sie daß sie meine eMail in den nächsten Tagen lesen würden.  Auch danach kam nie eine vernünftige Auskunft.  Eines konnten sie allerdings sagen:  Wir würden persönlich auf der Botschaft erscheinen müssen, was eine mehrtägige Fahrt im Laster mit Allradantrieb aber ohne Stoßdämpfer über sehr schlechte Dschungelwege erfordert.  Nicht so ganz unser Fall, zumal wir unser Boot ungern irgendwo alleine lassen. 
 
Da der Paß sowieso auf jeden Fall nach Taiwan geschickt werden muß, haben wir uns überlegt daß wir ja auch dort und direkt das Visum beantragen können.  Fräulein Natalie Ng der Südafrika-Vertretung in Taipei beantwortete die eMail sofort und versicherte uns, daß es keine Probleme geben würde.  Außerdem wäre es umsonst.   Das war also schon einmal gebongt.  Nur konnten wir es schlecht in Ile Sainte-Marie erledigen. 
 
Unsere guten Freunde Elie, Marie-Laure & Jules von der OBERON aus Neukaledonien waren gleich um die Ecke am Festland von Madagaskar in Manumpana, so daß wir beschlossen dorthin zu segeln.  Erst einmal mußte ich allerdings das Unterwasserschiff säubern.  Dabei ging der Schnurrbart drauf, denn die Taucherbrille ist sonst undicht.  Ich hatte direkt am Ankerplatz von Ambodifototra Wale beobachtet & als ich ins Wasser sprang, war ich hocherfreut, als ich ihren Gesang hören konnte.  Nie im Leben hatte ich damit gerechnet so etwas einmal selbst zu erleben.  Einfach wunderbar!  Wenn ich daran denke, was man alles bei diesem Lebensstil erleben kann, dann überlege ich oft diesen zu einem permanenten zu machen.  Die OBERONs haben diese Sache für sich schon beschlossen.  Sie wollen für den Rest ihres Lebens auf ihrem Boot bleiben. 
 
Das war allerdings ganz und gar nicht das Gefühl, daß wir bei der Ansteuerung der geschützten Bucht von Manumpana hatten.  Es wehte  ganz ordentlich, die Dünung war dementsprechend, die Karten waren gänzlich falsch und Riffe lauerten überall.  Folglich durften wir mal wieder so richtig schön die Muffe der höchsten Güteklasse auskosten, die solch eine Situation mit sich bringt.  Als nur wenige Meter neben uns ein großer Korallenkopf aus den Fluten auftauchte, verfluchte ich das Yachtieleben von Herzen.  Wenn wir uns stur an die Seekarte gehalten hätten, so hätten wir unser Boot verloren.  Glücklicherweise hatte uns unser Freund Arne von der IEMANJA schon vorgewarnt und uns außerdem die Wegpunkte gegeben, auf denen er selbst sicher in die Bucht gelangt war. 
 
Später hörten wir, daß ein anderes Boot hier fast verloren gegangen wäre und schließlich abgedreht ist ohne in die Bucht einzulaufen. 
 
Als wir erst einmal an den blöden Riffen vorbei waren, da waren wir allerdings sehr geschützt, fast wie auf einem Ententeich.  Elie war völlig geplättet, daß wir schon da waren, denn all unsere Freunde wissen ja, daß wir das lahmste Boot aller Zeiten sind.  Nun, wenn ordentlich Wind da ist, dann kann DHARMA BUM III auch mal richtig schnell sein.  Während die meisten Boote bei soviel Wind anfangen die Segel runter zu nehmen, so kommt unser Kahn dann erst richtig in Schwung.  Unsere Lahmarschigkeit liegt aber natürlich auch daran, daß wir total überladen sind, da wir immer so viel Essen, Trinken, Bücher und anderen Krempel an Bord haben. 
 
Wir hatten eine ganz wunderbare Woche zusammen mit OBERON und hätten gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbracht.  Sie mußten allerdings in Manumpana auf die französischen CNED Homeschooling Materialen warten & wir mußten dringend nach Nosy Be wegen dem Visum.  Auch bemerkten wir bald, daß Elie & Marie-Laure genau so unter Kulturschock litten wie wir.  Dabei segelt OBERON seit etwa 20 Jahren überall herum.  Elie meinte, daß es wirklich das erste Mal sei, daß er in der sogenannten Dritten Welt gelandet sei.  Selbst das tiefste Papua Neuguinea sei nicht vergleichbar.  Wir mußten ihm da beipflichten, denn selbst Kiribati war vergleichsweise hoch entwickelt gewesen. 
 
In der Dürrezeit hungern die Leute und müssen oft ihr letztes Land, Zebu oder sonstige Habseligkeiten herausrücken, um überhaupt überleben zu können.  Wie seit Tausenden von Jahren wird immer noch der Dschungel gerodet & abgebrannt, um es bei der nächsten Saison ein paar Meter weiter zu versuchen.  Nur gab es damals wesentlich weniger Menschen hier.  Jetzt  zerstört diese Methode die Landschaft und den Leuten geht es ebenfalls schlecht.  Sie wollen aber keine neuen Methoden anwenden, da ja die alten seit ewigen Zeiten gut funktioniert haben.  Hier an der Küste haben sie noch Glück, da sie ja Zugang zu Fischen, Krabben, Krebsen, Hummern, Muscheln und anderem Meeresgetier haben.  Weiter im Landesinneren und besonders auf den Hochebenen und in den Bergen ist Hunger an der Tagesordnung und überall kann man Hungerödeme sehen. 
 
Da Arne uns gewarnt hatte, daß es auf der anderen Seite Madagaskars kaum Regen gibt, verbrachten wir einen Tag im strömenden Regen, um unsere Wassertanks mit gutem Regenwasser zu füllen.  Elie saß ebenfalls im Regen, um ein  Huhn zu rupfen, was ihm am Abend vorher lebend an Bord geliefert worden war - nach drei Wochen anstrengender Verhandlungen.  Dafür schmeckte es auch besonders lecker! 
 
Meist wechselten wir uns ab mit dem Kochen.  Liping & Marie-Laure überboten sich mit Köstlichkeiten und unsere Gespräche waren genauso anregend wie die Küche.  Leider war diese Zeit viel zu kurz.
 
Weiter ging es rund um das  berüchtigte Cap D'Ambre.  Dort weht es meist sehr kräftig, dazu kommt sehr starke Strömung.  Entweder man muß mit einer halben Seemeile Abstand ganz nah an Land rum, oder aber das ganze Gebiet weiträumig umfahren.  Wir entschieden uns für die erstere Möglichkeit.  Als unser Boot mit 12 Knoten dahinpreschte, nahm ich bis auf 30% der Genua alle Segel weg.  Trotzdem machten wir immer noch bis zu 12,8 Knoten!  Nur  war es jetzt nicht mehr gefährlich, sondern einfach tolles Segeln.  Wieder konnten wir Wale und eine große Seeschildkröte beobachten.  Der schlanke weiße Leuchtturm mit der schwarzen Spitze sah richtig schick aus.  Nur funktioniert er leider so gut wie nie,  wie fast alle Sachen in Madagaskar. 
 
Als wir in Crater Bay ankamen, ankerten wir direkt hinter BYAMEE.  Aurora Ulani flippte fast aus vor Freude, als sie ihre Freundin Darien wiedersah.  Eigentlich wollen Paul & Joyce sich auf den Weg nach Südafrika machen, wo gerade die Rugby Weltmeisterschaft stattfinden sollte.  Das wollten sie allerdings den Kindern nicht antun & so gab Paul schweren Herzens seinen Plan auf bei der Weltmeisterschaft zuzugucken.  Dann war da noch Nadine, die achtjährige Tochter des Engländers Graham und der Südafrika-Inderin Veronica vom Katamaran NOW NOW.  Schon seit 16 Jahren kommen sie immer wieder hierher. 
 
In Hellville (Viele Grüße aus der Hölle!  ;-)  durften wir dem Hafenmeister weitere 100.000 Ariary (€ 37) bezahlen, während wir bei Fräulein "Derty" das Cruising Permit umsonst bekamen.  Der Schock kam allerdings bei DHL World Express (Deutsche Post), die € 95 dafür haben wollten den Paß nach Taipei zu schicken.  So viel hatten wir nicht dabei & also mußten wir genau wie bei den Offiziellen ein zweites Mal dorthin.   Inzwischen ist der Paß schon wieder auf dem Rückweg.  Letzte Nacht war er noch in Johannisburg. 
 
Hier haben wir hauptsächlich am Boot gearbeitet, was recht frustrierend war.  In meiner Kabine ging der Ventilator nicht mehr und bei 36°C finde ich es nicht so einfach meinen zwanzigminütigen Mittagsschlaf zu halten.  Nachts schlafe ich allerdings prima, obwohl meine Mädels es ein wenig zu warm finden.  Nach einem ganzen Tag voller Arbeit konnte ich stolz auf das Resultat  blicken:  In meiner Kabine ging überhaupt gar nichts mehr.  Ich war bös am Fluchen auf die Konstrukteure und besonders auf die "Headliner Guys" in Thailand, welche die  Kabel einfach zusammengezwirbelt und dann hinter der "Tapete" festgeklebt hatten.  Es blieb mir nichts anderes übrig als am nächsten Tag den ganzen Mist runter zu reißen, was hinterher natürlich unschön aussieht.  Außerdem mußte ich mehrere Kabel zerschneiden, bevor ich den Ventilator endlich wieder zum Laufen brachte.  Dann wurden wir erst  einmal alle drei krank, so daß ich beschloß etwas weniger schwere Arbeiten in Angriff zu nehmen. 
 
So kam es, daß mein Roman "Double Trouble at Sea" 14 Jahre, 3 Monate und 15 Tage nachdem ich ihn begonnen hatte, endlich als gedrucktes Buch bei CreateSpace und Amazon.com zu haben ist.  Ich bin so froh es endlich geschafft zu haben und ein wenig erstaunt, daß ich es  tatsächlich noch vor Weihnachten geregelt bekommen habe.  Leider kann ich hier in Madagaskar keine zweite Korrekturkopie bestellen, so daß ich nicht weiß wie viele von den Tipp- und anderen Fehlern nun beseitigt wurden.  Jede weitere Korrektur wird mich nun teuer zu stehen kommen. 
 
Wir verbrachten einige Zeit mit Henry & Tuk von der PARPAR, "Palain" von MERLIN, Lars von LUNA, "Captain" Kirk von SALSA und ein paar anderen Yachties.  Inzwischen sind allerdings nur noch MERLIN & wir hier.  Die anderen sind alle auf dem Weg nach Süden.  NOW NOW wird einen Abstecher nach Mayotte machen und dann wieder zurück kommen. 
 
Während die meisten Leute von der  landschaftlichen Schönheit Madagaskars, den lachenden Menschen, den niedrigen Preisen und dem bequemen Leben als Ausländer hier begeistert sind und am liebsten für immer und ewig hierbleiben würden, so können Liping & ich die Armut, das Elend, den Hunger, die Korruption, die politische Unsicherheit und all die anderen Probleme hier nicht übersehen.  Sicher, ich glaube schon das die Leute hier in einer Beziehung glücklicher sind als in den meisten Großstädten der westlichen Welt.  Nur...  Wie einer der Leute es hier ausdrückte:  "Die Leute Madagaskars haben ein echtes Problem alt zu werden." 
 
Nichts funktioniert.  Es gibt so gut wie gar keine Krankenhäuser, Schulen, vernünftige Strassen, die Armut ist erschreckend, dito der Hunger, die soziale Ungerechtigkeit usw. usf.  Dazu kommt noch die immerwährende Gefahr eines weiteren Bürgerkriegs in dem in einem einzigen Augenblick das ganze System zusammenbricht, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind und Leute für ein paar Pfennige umgebracht werden.  Oder weil sich irgendwer irgendwann mal über sie geärgert hat. 
 
Die verzweifelten Leute versuchen auf jegliche Art irgendwie zu ein bißchen Geld zu kommen.  Wie Eli es ausdrückte: "Im Handel hier gibt es keine  Freunde."  Sie beklauen sich untereinander und nicht nur die reichen "Vassar" (Ausländer).  Einer der  französischen Entwicklungshelfer in Manumpana bot einem relativ guten Arbeiter einen festen Job mit vernünftigem Gehalt an.  Er wollte auch die teuren Schulgebühren für dessen Kinder zahlen.  Freudestrahlend nahm der Mann an.  Nur um wenig später bei seinem Gönner zu Hause einzubrechen, um ihn auszurauben. 
 
Während die letzte Regierung ebenfalls korrupt war, so wurden damals doch noch Schulen, Krankenhäuser, Strassen, Brücken und andere wichtige Sachen gebaut.  Außerdem versuchte man die einzigartige Flora & Fauna sowie die  Umwelt Madagaskars zu schützen.  Doch seitdem der DJ-Gangster seinen Coup gemacht hat, passiert in der Richtung überhaupt gar nichts mehr.  Einige Leute sagen sogar, daß es in den letzten 20 Jahren oder so keinerlei Fortschritte hier gegeben hat.  Und ein einheimischer Ingenieur gab traurig zu verlauten, daß sie wohl besser wieder eine Kolonie wären, denn die 14 Stämme kommen überhaupt nicht miteinander klar.  Die Entwicklungshelfer sind total demoralisiert und wissen gar nicht mehr was sie tun sollen.  Es ist wirklich und wahrhaftig eine einzige traurige Katastrophe. 
 
Die jungen Mädchen fangen schon mit 14 Jahren (dem "legalen" Alter hier) an auf den Strich zu gehen, wobei sie sich Syphilis, AIDS und alle möglichen anderen Sachen einfangen.  Das große Ziel ist es sich einen Ausländer zu angeln, um dann mit ihm möglichst aus Madagaskar zu verschwinden.  Die jungen Männer sind natürlich sauer auf die Weißen, die ihnen die Frauen stehlen. 
 
Für uns Segler gibt es dann noch ein paar Feinheiten mehr.  Die Piraten aus Somalia stoßen immer weiter nach Süden vor.  Freunde von uns, vor Anker in Mayotte, hörten auf UKW-Sprechfunk das Mayday eines Containerschiffes, welches von Piraten angegriffen wurde.  Das war nur 112 Seemeilen oder weniger als einen Segeltag von uns entfernt.  Irgendwann fängt die Wirbelsturmsaison an und im Süden warten die Stürme vom Kap der Guten Hoffnung auf uns.   Wenn ein Sturm gegen den Agulhasstrom weht, dann wird es dort extrem gefährlich.  So schläft kaum einer von uns besonders gut in dieser Zeit und wir alle werden heilfroh sein, wenn wir diese Sache erfolgreich hinter uns haben. 
 
Wenn wir den Paß mit  dem Visum wieder haben, dann planen wir nach Momoko zu segeln, wo es zahme Lemuren und Riesenschildkröten geben soll.  Dann noch einmal hierher zurück, um mehr Proviant, Wasser, Diesel und so weiter zu bunkern.  Weiterhin die Küste runter bis etwa zum Kap Andre, rüber zur Insel Bazaruto in Mozambique und weiter gen Süden nach Richards Bay.  Wie immer sind wir das letzte Boot. 
 
Ich hoffe das nächste Mal einen positiveren Bericht schreiben zu können und bin jetzt schon gespannt auf Südafrika.  Hier sind übrigens noch ein paar Bilder: 
 
 
Tschüß!
 
Holger, Liping & Aurora Ulani
Catamaran DHARMA BUM III
+261334078800 Airtel/Zain
+261348172664 Telma/Internet
Cramer Bay, Nosy Be, Madagascar
13°24.04'S 048°13.11'E

Friday, October 14, 2011

Endlich ist mein Roman ist in den Läden zu haben!

Moin!
 
Endlich! Endlich ist mein Roman ist in den Läden zu haben!  Während der Preis der gleiche ist, so bekomme ich bei CreateSpace die höchsten Prozente:   https://www.createspace.com/3632152
 
 
 
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About the author:
Holger Jacobsen learned sailing with an optimist dinghy as a child. He did a very short stint on a German cargo ship in the Baltic sea and he first stepped aboard an oceangoing yacht in 1987. He has been hooked on the yachtie lifestyle ever since. He is currently sailing around the world together with his wife Gloria Yeh Liping and daughter Aurora Ulani.

Double Trouble at Sea

Authored by Holger Jacobsen 

A novel (tough realistic fiction) playing in the milieu of yachties and cruisers engaged in long term ocean voyaging


Publication Date:
Oct 08 2011
ISBN/EAN13:
1463600291 / 9781463600297
Page Count:
232
Binding Type:
US Trade Paper
Trim Size:
5.25" x 8"
Language:
English
Color:
Black and White
Related Categories:
Fiction / Sea Stories


 

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Holger Jacobsen (Author)

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A novel (tough realistic fiction) playing in the milieu of yachties and cruisers engaged in long term ocean voyaging

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Holger Jacobsen learned sailing with an optimist dinghy as a child. He did a very short stint on a German cargo ship in the Baltic sea and he first stepped aboard an oceangoing yacht in 1987. He has been hooked on the yachtie lifestyle ever since. He is currently sailing around the world together with his wife Gloria Yeh Liping and daughter Aurora Ulani.

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5.0 out of 5 stars A great read!, September 3, 2011
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pjPonzo (Ontari-ari-ari-O) - See all my reviews
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Although this is fiction, the author (with wife and child) has sailed on a catamaran for years. That makes for excellent reading, even if you're not a yachting enthusiast. 
I found the author on youtube, searching for HolgBig3. A fascinating trio. I suspect that this book is a reflection of their adventures on their catamaran ... with fictional insertions :^) 
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